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Die Tafel der Durchschreitung
Die Tafel der Durchschreitung
Allgemeines
Auch bekannt als Tafel des erlaubten Frevels oder Keilschrift der zweiten Schwelle, ist diese Tafel eines der ältesten bekannten Artefakte aus der Frühzeit religiöser Ordnung. Sie besteht aus dunklem, fast metallischem Ton, schwer und kalt, und ist mit Keilschrift bedeckt, die nicht studiert, sondern vollzogen wird. Die Zeichen beschreiben keine Magie im klassischen Sinn. Sie definieren eine Regel.

Die Tafel stammt aus einer Zeit, in der geweihte Orte nicht als absolute Barrieren gedacht waren, sondern als Zonen tödlicher Konsequenz. Damals war bekannt, dass selbst finstere Mächte aus praktischen Gründen gezwungen sein könnten, heilige Orte zu betreten – und dass man dafür eine kontrollierte Ausnahme brauchte, die nicht die Weihe selbst zerstörte.

Nutzung
Die Tafel formuliert genau diese Ausnahme. Sie erlaubt es, den tödlichen Effekt geweihter Orte auf finstere Kreaturen temporär außer Kraft zu setzen, ohne die Weihe zu brechen. Sie sagt nicht: Dies ist erlaubt, sondern: Dies darf geschehen, ohne dass die Strafe einsetzt.

Für Wesen wie bspw. Asmodina ist das entscheidend. Betritt sie ohne Schutz einen geweihten Ort – eine Kirche, einen Tempel, einen Schrein –, reagiert der Boden selbst. Die Weihe wirkt wie Säure, wie Feuer, wie ein permanenter Bann. Ihr Körper beginnt zu zerfallen, ihre Essenz wird zurückgedrängt, und sie würde innerhalb kürzester Zeit ausgelöscht oder zurückgerissen.

Die Tafel ermöglicht es, ein Trägerartefakt zu schmieden – meist einen Ring, eine Kette oder ein Siegel –, das diesen Effekt unterdrückt. Das Artefakt wirkt wie ein Schild gegen die Weihe, nicht wie ein Schlüssel. Es macht den Ort nicht weniger heilig, sondern den Träger für die Dauer seines Aufenthalts resistent gegen die heilige Strafe.

Mit einem solchen Artefakt kann bspw. Asmodina geweihte Orte betreten, ohne zu verbrennen. Schutzzauber erkennen sie weiterhin als finstere Macht, doch sie lösen keine automatische Vernichtung aus. Engel nehmen ihre Präsenz wahr, sind aber gezwungen zuzusehen, da kein formaler Frevel geschieht. Die Weihe wird nicht verletzt – sie wird umgangen.

Der Träger selbst kann die Tafel nicht dauerhaft auf sich anwenden. Die darin verankerte Ausnahme ist instabil für Wesen ihrer Macht. Würde sie die Tafel direkt aktivieren, würde sie sich vollständig der Regel unterwerfen, die sie schützt – und damit angreifbar werden. Deshalb nutzt sie ein Artefakt als Vermittler, das den Effekt trägt und begrenzt.

Das daraus geschmiedete Objekt – etwa ein Ring der Durchschreitung – wird aus Metall eines geweihten Ortes und aus Material der Hölle gefertigt, gebunden durch die Formel der Tafel. Solange der Beistzer es trägt, kann sie Tempel betreten, an Ritualen teilnehmen und geweihte Personen berühren, ohne dass die Weihe sie zerstört. Der Ort selbst bleibt unversehrt, doch seine Heiligkeit beginnt, sich zu erschöpfen. Nicht sofort, nicht sichtbar – aber dauerhaft.