Er trat näher, ohne Eile, und strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht. Die Berührung war ruhig, selbstverständlich, getragen von dem Bedürfnis, ihr Halt zu geben, statt Antworten zu verlangen.
»Julia.«, sagte er leise, und sein Ton war warm, beinahe ruhig genug, um das Rauschen der Wellen zu begleiten.
»Ganz gleich, was du mir zeigen willst … für mich stehst du hier. Und das reicht mir.«
Sein Blick blieb bei ihr, offen, aufmerksam, ohne zu suchen.
»Ich habe gespürt, wie schwer dir dieser Moment fällt. Und genau deshalb gehe ich mit dir weiter. Schritt für Schritt, so wie es sich für dich richtig anfühlt.«
Er zog die Schuhe aus, stellte sie neben ihre in den Sand und trat zu ihr ins Wasser. Die Kälte ließ ihn kurz die Schultern heben, ein leises Lächeln huschte über sein Gesicht, doch seine Augen blieben ruhig.
»Das Meer fühlt sich gerade ehrlicher an als alles andere.«, murmelte er, mehr zu sich selbst, dann wieder zu ihr gewandt.
Langsam streckte er ihr die Hand entgegen, ließ sie offen zwischen ihnen stehen, ohne Erwartung, ohne Drängen.
»Du musst nichts erklären. Du musst nichts beweisen. Ich bin hier, weil ich bei dir sein will.«
Seine Stimme senkte sich, wurde weich, getragen von Vertrauen statt Gewissheit.
»Was auch immer du mir zeigen möchtest, ich sehe es mit dir. Und ich bleibe.«
Er hielt ihre Hand bereit, ließ ihr die Zeit, den Moment, den Mut. Und in seinem Blick lag keine Frage nach dem Was, sondern nur nach dem Wie nah darf ich dir sein.







